Beim Vergleich von Investmentfonds und Exchange Traded Funds (ETFs) gibt es einige wesentliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede, die Anleger vor dem Kauf kennen sollten. Doch was ist für Sie das Beste, Publikumsfonds oder ETFs? Da jede dieser beiden Anlageformen ihre Vor- und Nachteile hat, kann es sein, dass einige Anleger beide in ihr Portfolio aufnehmen.

Investmentfonds und ETFs: Wesentliche Gemeinsamkeiten und UnterschiedeInvestmentfonds und ETFs sind zwei unterschiedliche Anlageformen, die jedoch die gleiche Grundstruktur und Funktionalität aufweisen. Beide Arten von Fonds sind diversifizierte Investitionen, was bedeutet, dass Sie mit nur einem Fonds ein Engagement in Dutzende oder Hunderte von Aktien oder Anleihen (oder beides) erhalten können. Da ETFs einen zugrunde liegenden Index passiv nachbilden, sind sie den Indexfonds am ähnlichsten.

Überblick und die Vor- und Nachteile von Investmentfonds

Der Hauptunterschied zwischen Investmentfonds und ETFs liegt in der Art und Weise, wie sie handeln und in ihren Kosten. Investmentfonds werden zum Nettoinventarwert (NAV) und nur am Ende des Handelstages gekauft und verkauft. ETFs werden jedoch wie Aktien zu einem Marktpreis gekauft und verkauft und können Intraday gehandelt werden. ETFs haben zudem typischerweise geringere Anschaffungskosten und niedrigere Kostenquoten als Publikumsfonds.

Investmentfonds sind gepoolte Anlagen, die es Anlegern ermöglichen, eine Sammlung von Wertpapieren, wie z.B. Aktien oder Anleihen, in einem gemeinsamen Korb zu kaufen. Die meisten Investmentfonds halten Dutzende oder Hunderte von Aktien oder Anleihen (oder beides) in nur einem Fonds. Allerdings haben Investmentfonds, wie andere Anlageformen auch, ihre Vor- und Nachteile.

Der Vanguard 500 Index (VFIAX) beispielsweise investiert in etwa 500 der größten US-Aktien, gemessen an der Marktkapitalisierung. Der Vanguard Total Bond Market Index (VBTLX) investiert in den gesamten US-Anleihenmarkt, der mehr als 8.500 Anleihen umfasst. Der Vanguard Balanced Index (VBIAX) ist im Wesentlichen eine Mischung aus VFIAX und VBTLX, wobei ca. 60 % des Vermögens in große US-Aktien und 40 % des Vermögens in US-Anleihen investiert sind.

Die Vorteile von Investmentfonds

Diversifizierung: Investmentfonds sind diversifizierte Anlagen, da der Anleger mit nur einem Fonds in eine Vielzahl von Wertpapieren investieren kann. Durch Diversifikation kann die Volatilität verringert werden, indem das Risiko auf viele verschiedene Aktien oder Anleihen verteilt wird, im Gegensatz zu nur einem einzigen Wertpapier.

Aktive Verwaltung: Investmentfonds können entweder passiv oder aktiv verwaltet werden. Für Anleger, die nicht passiv in einen Indexfonds oder einen ETF, der einen Index nachbildet, investieren wollen, ist das aktive Management eine Möglichkeit, professionelles Management zu erhalten und einen Index möglicherweise zu relativ geringen Kosten zu übertreffen.Zugänglichkeit: Investmentfonds sind leicht verständlich und können bei einer Vielzahl von Investmentfondsgesellschaften, Brokerfirmen, Online-Discount-Brokern und Pensionskassenkonten erworben werden. Aus diesem Grund sind sie die Anlage der Wahl für individuelle Rentenkonten (IRAs) und 401(k)-Pläne.Nachteile von Investmentfonds

Investitionskosten: Die meisten Investmentfonds haben minimale Anfangsinvestitionskosten von 1.000 Euro oder höher. Wenn sie über einen Makler oder eine andere Art von kommissionsbasierten Beratern gekauft werden, können Investmentfonds Verkaufskosten, sogenannte Loads, haben, die bis zu 5% oder mehr des Kaufs (Front Load) oder des Verkaufs (Back Load) von Anteilen betragen können. Typische Kostenquoten von Investmentfonds liegen bei 1,00% oder höher. Um die Kosten auf ein Minimum zu beschränken, sollten Anleger kostengünstige, nicht aufladende Investmentfonds verwenden.

Begrenzte Handelsflexibilität: Investmentfonds handeln zum NAV am Ende des Handelstages. Dies kann für Anleger, die von plötzlichen Kursentwicklungen profitieren wollen, von Nachteil sein. Wenn der Markt beispielsweise ein positives Momentum aufweist, kann der Anleger dem Trend vorausgehen und früh am Handelstag kaufen. Oder wenn der Preistrend nach unten geht, möchte der Anleger vielleicht während des Tages verkaufen, um Verluste zu minimieren.

Übersicht und die Vor- und Nachteile von ETFs

ETFs sind Anlagepapiere, die ähnlich wie Indexfonds sind, indem sie passiv einen Index nachbilden (z.B. den S&P 500, den NASDAQ 100 oder den Russell 2000). Im Gegensatz zu Investmentfonds werden ETFs wie Aktien an der Börse gehandelt. Bevor Sie investieren, ist es wichtig, sich über die Vor- und Nachteile von ETFs zu informieren.

Die Vorteile von ETFs

Diversifizierung: Wie Investmentfonds sind auch ETFs diversifizierte Anlagen, da sie mit dem Kauf eines einzigen Fonds ein Engagement in Dutzende oder Hunderte von Wertpapieren wie Aktien oder Anleihen ermöglichen können. Durch Diversifikation kann die Volatilität verringert werden, indem das Marktrisiko nicht nur auf einen, sondern auf mehrere Wertpapiere oder Anlageformen verteilt wird. Der Vanguard Total Stock Market ETF (VTI) zum Beispiel investiert in über 3.500 US-Aktien. Er deckt Aktien von Unternehmen aus allen Sektoren der US-Wirtschaft ab.

Niedrige Kosten: ETFs sind bekannt für ihre niedrigen Kostenquoten, die typischerweise zwischen 0,10% und 0,25% liegen. Da ETFs passiv verwaltet werden, werden die Betriebskosten drastisch reduziert, da kein Research und keine Analyse wie bei aktiv verwalteten Investmentfonds erforderlich sind.

Handelsflexibilität: Da ETFs wie Aktien gehandelt werden, können Aktien tagsüber gekauft oder verkauft werden. Diese Flexibilität ermöglicht es Anlegern, Marktaufträge, wie z.B. eine Stop-Loss-Order, zu platzieren, die vom Anleger zu einem bestimmten Preis aus dem ETF heraus verkauft werden kann, in der Regel um Verluste zu minimieren.

Nischen und Sektoren: ETFs können verwendet werden, um Zugang zu Nischenbereichen des Marktes zu erhalten, die normalerweise nicht von Investmentfonds abgedeckt werden. So können ETFs nicht nur Sektoren wie z.B. Technologie abdecken, sondern auch enge Teilbereiche wie künstliche Intelligenz und Robotik.

Nachteile von ETFs

Handelskosten: Da ETFs wie Aktien gehandelt werden, müssen Anleger unter Umständen eine Provision zahlen, die zwischen 10 und 20 Euro pro Handel betragen kann. Während einige ETFs provisionsfrei gekauft und verkauft werden können, können die Handelskosten hoch sein, wenn der Anleger häufig handelt. Selbst wenn der Anleger nur monatliche Käufe tätigt, wie bei einer Dollar-Kosten-Durchschnittsstrategie, können sich kleine Kommissionen summieren, um ETFs zu einer teuren Investition zu machen, im Vergleich zu einem Investmentfonds mit Null-Ladung und ohne Transaktionsgebühren.

Das Marktrisiko: Da viele ETFs auf einen konzentrierten Marktbereich spezialisiert sind, können diese Fonds im Vergleich zu einem breiteren Aktienindex, wie dem S&P 500, größere Kursschwankungen aufweisen.

Fazit

Investmentfonds oder ETFs? Sowohl Investmentfonds als auch ETFs können von fast jedem Anleger effektiv genutzt werden. ETFs werden am häufigsten von kurzfristigen Händlern oder Anlegern verwendet, die sich in Nischenbereiche des Marktes einkaufen wollen.

Einige Investoren nutzen gerne eine Kombination aus Investmentfonds und ETFs, um ein diversifiziertes Portfolio aufzubauen. Sie bevorzugen vielleicht Investmentfonds für ein aktives Management und ETFs für die Nachbildung bestimmter Benchmark-Indizes. Unabhängig davon, welche Art von Fonds Sie verwenden, stellen Sie sicher, dass Sie ein Portfolio aufbauen, das Ihren Anlagezielen und Ihrer Risikobereitschaft entspricht.

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